Do. 16.4.26, 18 Uhr, Kupferbau, Hölderlinstraße 5, 72074 Tübingen und über Zoom
Organisation: Zentrum für Gender- und Diversitätsforschung, Institut für Sportwissenschaft
Sport ist zentraler Teil unserer Kultur. Große Wettbewerbe wie die Olympischen Spiele oder auch die in diesem Jahr in Kanada, Mexiko und den USA ausgetragene Fußball-Weltmeisterschaft der Herren sind gigantische Medienereignisse und wichtige Bezugspunkte für Menschen auf der ganzen Welt. Manche identifizieren sich stark über die aktive oder emotionale Zugehörigkeit zu einem Verein oder aber auch einer Nation – je nachdem entlang welcher Unterscheidungen verglichen wird. Und für viele bedeutet die individuelle Freude an Bewegung oder im Wettbewerb mit anderen einen Ausgleich zum Beruf sowie eine körperliche und soziale Bereicherung. Ob Leistungs- oder Breitensport, aktive Bewegung oder Fankultur: Sport hat einen großen Stellenwert für uns als Einzelne und als Gesellschaft.
Auch wenn die Kultivierung von Leistung und Wettbewerb ein konstitutives Merkmal des (Publikums-)Sports ist, werden dort auch noch viele weitere Spannungsverhältnisse verhandelt, die für die Gesellschaft als Ganzes relevant sind: zwischen Wettbewerb und Chancengerechtigkeit, zwischen Vergleichbarkeit und Unvergleichbarkeit sowie zwischen Leistungsgedanke und Teilhabe. Hierbei sind insbesondere Fragen von Heterogenität sowie nach dem Umgang mit unterschiedlichen Voraussetzungen, Körperlichkeiten, aber auch sozialen und kulturellen Zugehörigkeiten von großer Relevanz.
In dieser Vorlesungsreihe wollen wir diesen Fragen aus der Perspektive der Sportwissenschaft, aber auch anderer Sozial-
und Kulturwissenschaften nachgehen und im interdisziplinären Austausch den Umgang mit körperlicher, gesellschaftlicher und kultureller Vielfalt im Sport erkunden.
16.04.2026
Von Frauenfußball, Tour de France Femmes und Damengambit: Zur Geschichte kleiner Unterschiede und ihrer großen Folgen in ausgewählten Sportarten
Prof. Dr. Marion Müller (Institut für Soziologie)
23.04.2026
Fairness und Integrität im Leistungssport
Dr. Felix Otto (Institut für Sportwissenschaft)
30.04.2026
Schiedsrichterinnen im Fußball: Ein besonderer Gradmesser bezüglich des emanzipatorischen Zustands unserer Gesellschaft?
Dr. Thaya Vester (Institut für Kriminologie)
07.05.2026
Lippenstift und Yoga: Sport als Technologie der Sexyness in post-feministischer Perspektive
PD Dr. Katja Kauer (Englisches Seminar)
21.05.2026
Das gerechte Bild und die Wirklichkeit des Sports: Zur Ästhetik und Politik des Video Assistant Referees in der Fußball-Liveberichterstattung
Prof. Dr. Dariuš Zifonun (Philipps-Universität Marburg, Institut für Soziologie)
Dr. Anja Peltzer (Justus-Liebig-Universität Gießen, Institut für Soziologie)
11.06.2026
Heterogenität im Sportunterricht: Fachdidaktische und schulpädagogische Perspektiven
Wiebke Langer (Institut für Sportwissenschaft)
Prof. Dr. Marcus Syring (Institut für Erziehungswissenschaft)
18.06.2026
(Schul-)Sport und Geschlechtervielfalt: Herausforderungen und Chancen eines besonderen Verhältnisses
Prof. Dr. Judith Frohn (Bergische Universität Wuppertal, Institut für Sportwissenschaft)
25.06.2026
Vielfalt in Bewegung: Einblicke in körperliche, soziale und geschlechtsspezifische Unterschiede von Kindern und Jugendlichen
Jasmin Brecht (Institut für Sportwissenschaft)
Julia Dietz (Institut für Sportwissenschaft)
02.07.2026
Ehrgeiz: Zur Kultur- und Geschlechtergeschichte eines ambivalenten Sportgefühls
Ass.-Prof. Dr. Helen Ahner (Universität Wien, Institut für Europäische Ethnologie)
09.07.2026
Spartak, Dynamo, Schachtar: Sovetskij Futbol in Geschichte und Gegenwart
Prof. Dr. Klaus Gestwa (Institut für Osteuropäische Geschichte und Landeskunde)
16.07.2026
Billie Jean King, die ‚Battle of the Sexes‘ und der Kampf ums gleiche Preisgeld
Prof. Dr. Michael Butter (Englisches Seminar)
23.07.2026
Das Stadion kocht über: Ekstase als Moment der Religionsproduktion?
Dr. Hans-Ulrich Probst (Evangelisch-Theologische Fakultät, Institut für Praktische Theologie)
Zoomlink: https://zoom.us/j/91777553493
