Do. 12.3.26, 20 Uhr, Kommunales Kino Herrenberg, Tübinger Straße 40, 71083 Herrenberg

Der Film begnügt sich nicht darauf, die Arbeitsniederlegung als singuläre, isolierte Aktion zu schildern, sondern erklärt auch die Vorgeschichte und beleuchtet parallele Entwicklungen in anderen Ländern. Die isländischen Frauen ließen sich zum Beispiel von feministischen Demonstrationen in Ländern wie den Niederlanden, Australien, den USA, Norwegen oder Schweden inspirieren.

Der aufschlussreiche Film endet mit einem positiven Fazit. Die legendäre Frauenversammlung in der Hauptstadt findet seit 1975 jedes Jahr statt. Die ursprüngliche Aktion stelle einen historischen Einschnitt dar, betont Styrmir Gunnarsson, ein ehemaliger leitender Redakteur der größten isländischen Tageszeitung und einer der wenigen Männer, die im Film zu Wort kommen. Er sagt heute: „Ich glaube nicht, dass wir damals erkannt haben, dass Geschichte geschrieben worden war. Das haben wir erst viel später erkannt.“

Die Frauenbewegung hat über die Jahre viel erreicht. So wurde Vigdís Finnbogadóttir 1980 die erste demokratisch gewählte Staatspräsident der Welt und amtierte 16 Jahre. 1982 wurde Gudrún Erlensdóttir als erste Frau an den Gerichtshof berufen und später die erste Oberste Richterin des Landes. „Heute besteht das Parlament zu 48 Prozent aus Frauen, eine der höchsten Quoten der Welt“, heißt es am Ende des Films. Und doch setzen sich isländische Frauen noch immer dafür ein, die volle Gleichberechtigung zu erreichen.

Jugendliche: 2,00 €

Erwachsene: 3,50 €

Tickets online über www.koki.herrenberg.de und an der Abendkasse.


Femmovie: Ein Tag ohne Frauen