Mi. 29.5.26, 19 Uhr, Zunfthaus, Sülchenstraße 3, 72108 Rottenburg am Neckar
Am Mittwoch, 29. April um 19:00 Uhr hält Prof. Dr. Sigrid Hirbodian für den Sülchgauer Altertumsverein (SAV) einen Vortrag über „Mechthild von der Pfalz und die Gründung der Universität Tübingen“.
Ort des Vortrags ist: Das Zunfthaus der Narrenzunft Rottenburg in der Sülchenstraße 3 in Rottenburg.
In Rottenburg ist Mechthild von der Pfalz vielen als Fastnachtsfigur bekannt. Die historische Persönlichkeit Mechthild stand in den letzten Jahren vermehrt im Zentrum der Geschichtsforschung.
Mechthild (1419 – 1482) war eine geborene Pfalzgräfin bei Rhein, die bereits als Kleinkind mit dem Grafen von Württemberg verlobt und 1436 verheiratet wurde. Nach dem Tod ihres ersten Ehemanns heiratete sie Erzherzog Albrecht VI., der ihr als Wittum die Grafschaft Hohenberg mit Rottenburg als Zentrum übertrug. Dort residierte sie bereits zu Albrechts Lebzeit häufig. Nach seinem Tod 1463 wurde die Stadt am Neckar zu ihrer Hauptresidenz. Die kulturelle Blüte, die Mechthilds Hof nach Rottenburg brachte, ist in der Literatur- und Kunstgeschichte intensiv erforscht.
Der Vortrag beschäftigt sich mit Mechthilds Leben, vor allem aber mit ihrer Bedeutung für die Gründung der Universität Tübingen. Denn zusammen mit ihrem Sohn aus erster Ehe, Graf Eberhard V. von Württemberg, genannt Eberhard im Bart, war sie es, die im Jahr 1477 das eher unbedeutende und kleine Städtchen Tübingen zu einem Zentrum der Wissenschaft machen sollte. Der Vortrag untersucht, welchen Anteil Mechthild an diesem Werk gehabt hat.
Sigrid Hirbodian ist Prof. am Institut für Geschichtliche Landeskunde und Historische Hilfswissenschaften der Universität Tübingen.
Eintritt 5€
